Vor einigen Jahren hab ich meinen Tauchschein gemacht.

Jahre zuvor habe ich begonnen, mit Menschen zu arbeiten. Sie zu begleiten, zu unterstützen und sie beim Erreichen ihrer Ziele und Wünsche ein Stück vorwärts zu bringen.

All diese Menschen haben mir in den vielen Jahren ihre Träume wie auch Ängste, ihre Visionen wie auch Sorgen und ihre ganz persönliche Geschichte anvertraut.
So viele dieser Menschen haben Gemeinsamkeiten. Ganz gleich wie unterschiedlich ihre Geschichten und Erlebnisse auch waren.

Sie alle sehnten sich nach Erfolgserlebnissen, nach Momenten, in denen sie das Gefühl hatten, wichtig zu sein, gesehen zu werden und Anerkennung zu erhalten.

Sie alle gaben beruflich oder privat mehr als „nur“ hundert Prozent und sie allesamt waren stets solidarisch und bemühten sich mehr um andere, als um sich selbst.

Sie alle standen – von außen betrachtet – felsenfest im Leben, waren erfolgreich und hatten einen ansehnlichen Lebenslauf. Und dennoch empfanden sie sich selbst als ungenügend, zu wenig oder klein.

Ganz gleich, wie stark und erfolgreich all diese Menschen ihr Leben meisterten. Persönlich betrachtet war ihre größte Stärke, sich einzugestehen, dass sie etwas verändern mochten und dem gesellschaftlichen oder privaten Druck nicht mehr Stand halten wollten.
Nicht mehr entsprechen wollten, was von ihnen erwartet wurde.

Sie alle wollten einfach sein.

Sein, wer und wie sie wirklich sind.

Wenn ich tauchen gehe, vergesse ich die Welt.

Ich tauche in eine Welt ein, die unberührter und anders als die unsere nicht sein könnte.
Schon beim ersten Atemzug macht sich tiefe Entspannung breit. Ich höre das Blubbern meines Atems und tauche in ein weites Blau.
Der Körper stellt sich auf langsame Bewegungen ein und schwebt schwerelos durch das Meer.
All das, das Geräusch meines Atems, der beruhigende Blick ins Blaugrün, die wunderbare Stille, Ruhe und Langsamkeit sowie die tiefe Verbundenheit mit der Natur lassen mich alle Sorgen des Alltags vergessen.

Was bleibt ist nur noch das Hier und Jetzt.

Beim Tauchen reduzieren sich Reize, Einflüsse und Bewegungen auf das Wesentliche.

Es gibt keinen Platz für unnötige Extras oder zusätzliches Gewicht.

Und genau hier verbindet sich das Tauchen mit dem Leben. 
All die Menschen, die ich zuvor beschrieben habe, sind mehr damit beschäftigt, ihr Leben für den Sinn anderer zu richten und anzupassen, als auf sich selbst zu hören und egoistischer* zu sein.

*Ja, egoistisch. Ich mag dieses Wort. Wir haben verlernt, auf uns Acht zu geben, uns selbst treu zu sein und zu tun, was uns und unser Leben erfüllt. Zunehmende BurnOut-Raten, Depressionen und Überlastungserscheinungen sind kaum auf übermäßigen Egoismus zurück zu führen.

All diese Menschen sehnen sich danach, ihren Fokus wieder mehr auf sich selbst zu richten und sich weniger von den Erwartungen und Ansprüchen des Umfelds beeinflussen zu lassen.

Das Tauchen reduziert dich fast ausschließlich auf dich selbst. Es zeigt dir, wie ausgeglichen (tariert) du bist. Es zeigt dir, wieviel Luft du in kurzer Zeit benötigst und auch, wie sich dein Verbrauch bei Aufregung oder Entspannung entsprechend verändert. Beim Tauchen lernst du, bedacht, mit möglichst wenig Kraftaufwand und mit Langsamkeit vorwärts zu kommen. Dein Fokus und dein Gefühl sind nur bei dir und du kommst dir näher, als du es über Wasser jemals sein kannst.
Dein Vertrauen in dich selbst, wie auch in deinen Buddy, wird gestärkt und die Kombination aus Erlebnis, Verantwortung, Vertrauen und Entspannung ist unvergleichbar.

Dein Tauchverhalten spiegelt dir deinen Lebensstil in vielen Facetten.

Es zeigt dir, was und wer noch wichtig ist.

Denn was du unter Wasser noch im Kopf hast…. das zählt und ist wichtig.

Am 12. Mai startete die EntdeckungsReise zum Mehr der Möglichkeiten.
Es war und ist mein Herzstück. Eine Verbindung aus Liveaboard, Tauchen und Persönlichkeitsentwicklung.

Unter Wasser machten die Menschen wesentliche und wichtige Erfahrungen, die über Wasser reflektiert und ausgetauscht werden.
Eine ganze Woche habe ich mit wunderbaren Menschen auf einem Boot verbracht und an ihren Zielen gearbeitet.
Inmitten des Roten Meeres haben wir gemeinsam gegessen, getaucht, gelacht, geweint und gestaunt. Wir haben persönliche Themen bewegt, über Herausforderungen des Lebens gesprochen und sie über wie auch unter Wasser aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Wir haben unnötiges Gewicht über Bord geworfen und sind mit positiven und gestärkten Ideen wieder an Land gegangen.

Es war eine Reise, die zeigte, dass ein Leben an Bord, Tauchen und Coaching die perfekte Kombination sind, um vorwärts zu kommen und sich bewusst zu werden, wie wichtig wir uns selbst sein dürfen und welche Lebensqualität wir imstande sind zu erreichen.

Die Rückmeldungen waren berührend und fulminant. Nicht nur von TeilnehmerInnen; auch von Dive-Guides und sogar von der Besatzung. Es war ein harmonisches und in sich stimmiges ZusammenarbeitenSein, an dem jeder teilhaben wollte.

Voller Glückseligkeit und gebadet in Motivation kam ich zuhause an und bin dankbar: Es ist der richtige Kurs – und er will wieder und wieder befahren werden. Die Plätze sind schon jetzt gefragt und ich darf bereits im August wieder an Bord mit ein paar weiteren wundervollen PiratInnen für Veränderung. Ich freue mich und wer weiß, vielleicht sehen wir uns schon dort.

Auf bald und stets „Gut Luft“!

– über wie auch unter Wasser –

Sabrina

 

die Reise zum Mehr der Möglichkeiten

Eine Woche Coaching an Bord im Roten Meer

About Sabrina Koch

Sabrina ist als Coach, Supervisorin, Kunsttherapeutin und Referentin tätig. Sie hat jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichsten Lebensbereichen. Manager und Unternehmer, aber auch Menschen in Krisen oder Jugendliche begleitet sie durch ihre motivierende Art mit Klarheit und Wertschätzung.